MAGDEBURG
 

Seminare & Lesungen

Rumänien und die unvollendete Revolution

Rumänien Demo 1989
Demonstration 1989 vor dem Parteisitz in Bukarest

Vorbereitungsseminar zur Studienreise nach Rumänien „1989 und die Folgen“

Sa, 28. März, 11 bis 17 Uhr in Magdeburg

Im Dezember 1989 fand die kommunistische Herrschaft in Rumänien ihr plötzliches und vor allem gewaltsames Ende. Der Umbruch eröffnete Spielräume und Handlungsmöglichkeiten, die zuvor undenkbar schienen. Die Menschen in Rumänien fanden sich fortan in Freiheit wieder. Fortan konnte alles offen angesprochen werden, was im Kommunismus nicht thematisiert werden durfte. Damit schuf der Umbruch auch die Möglichkeit, die jüngere Vergangenheit des Landes öffentlich neu zu diskutieren und zu bewerten.

Martin Jung, Experte für osteuropäische Geschichte an der Friedrich-Schille-Universität Jena, wird in einem Seminar über die Auseinandersetzung mit Zeitgeschichte in Rumänien in den ersten zwei Jahrzehnten nach dem Umbruch sprechen. In einer breit angelegten Untersuchung wird er einen tiefen Einblick in gesellschaftliche, kulturelle und politische Wandlungsprozesse in Rumänien nach 1989 geben.

Entlang der Spuren der rumänischen Revolution wird sich auch die Reisegruppe im Mai 2020 bewegen. Vor Ort werden die Reiseteilnehmenden mit Rumänen über die unterschiedlichen Revolutionen dort und hier und der Diktaturaufarbeitung reden. Dabei gilt ein besonderer Augenmerk dem Umgang mit der Securitate bzw. der Staatssicherheit in beiden Ländern. Der Blick auf die Gegenwart soll nicht zu kurz kommen und ein Ausblick in die Zukunft gewagt werden.

Das Seminar ist offen für alle Interessierten und wird zweigeteilt verlaufen: Bis 15.30 Uhr werden mit dem Referenten die Inhalte behandelt. Anschließend erhalten die Reiseteilnehmer*innen Informationen zur Reise.

Referent

Dr. Martin Jung studierte Osteuropäische Geschichte, Westslawistik (Polnisch) und Rumänistik in Jena, Warschau und Poznan und war Stipendiat des DFG-Graduiertenkollegs "Kulturelle Orientierungen und gesellschaftliche Ordnungsstrukturen in Südosteuropa" an der Friedrich-Schiller-Universität Jena und der Universität Erfurt. In seiner Dissertation untersuchte er die öffentliche Auseinandersetzung mit Zeitgeschichte in Rumänien nach dem Ende der kommunistischen Herrschaft im Dezember 1989. Seit April 2018 ist er Wissenschaftlicher Geschäftsführer am Europäischen Kolleg Jena und zusätzlich seit September 2019 Koordinator für die Profillinie LIBERTY an der Friedrich-Schiller-Universität Jena.

Information und Anmeldung

Datum: Sa, 28. März 2020, 11 bis 17 Uhr
Ort: Magdeburg, Ev. Erwachsenenbildung Sachsen-Anhalt, Bürgelstr. 1
Teilnahmebeitrag: 10 Euro für Reiseteilnehmende, 25 Euro für sonstige Interessierte (inkl. Verpflegung)

Bei Interesse melden Sie sich bitte verbindlich bis zum 15. März 2020 an bei Christine Nitschke, christine.nitschke@ekmd.de. Bitte geben Sie Ihren Namen, Ihre Anschrift und Telefonnummer an.
Nach dem Anmeldeschluss erhalten Sie eine Anmeldebestätigung sowie weitere Informationen zum Seminar und zur Überweisung des Teilnahmebeitrags.

Ansprechpartnerin: Annette Berger, Tel. 0391 598 022 70, annette.berger@ekmd.de


 

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